Mir wurde beigebracht, dass man alles mitnehmen soll was möglich ist. Wenn man die Möglichkeit bekommt eine gute Ausbildung zu bekommen, dann darf man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Viele Menschen haben diese Gelegenheit nicht. Meine Eltern sind nach Deutschland gezogen, damit ich die beste Bildung bekomme, die man bekommen kann. Schon alleine aus diesem Grund höre ich nicht auf.
Zugegeben, ich habe schon Fehler auf diesem Weg gemacht. Ich habe mein BWL Studium aufgegeben. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt als die Freie Universität zu Berlin zur Elite-Universität ernannt wurde. Das wäre sicher schön für den Lebenslauf gewesen. "Betriebswirtschaftslehre an einer Elite-Universität studiert." Das hat nicht Jeder. Einige, die ich kenne, können das bald von sich behaupten ;)
Aber aufgegeben habe ich nur weil ich dachte, dass ich eine bessere Möglichkeit habe. Das war etwas naiv. Ich war jung und habe einen coolen Job mit viel Verantwortung gehabt und dann wurde mir auch noch angeboten darin eine Ausbildung zu machen. Wer sagt da schon "Nein, ich studiere lieber ein Fach, das mir überhaupt nicht liegt..."? Der Job hat sich als ziemlich hart herausgestellt, aber nur dadurch konnte ich so viel lernen wie ich gelernt habe.
Nach dem Abschluss hatte ich nicht das Gefühl fertig zu sein, geschweige denn die Möglichkeiten, die mir meine Eltern gegeben haben, ausgekostet zu haben. Also habe ich beschlossen zu studieren. Und dieses mal etwas was mir liegt. Bisher glaube ich auch, dass ich bei Publizistik richtig bin.
Mit 25 Jahren bin ich zum Glück reif genug zu wissen, dass ich mich die ersten Semester durch quälen muss, um später endlich in die Kommunikationssparte zu können.
Und irgendwann organisiere ich Großevents in einem internationalen Konzern oder mache mich mit eine paar Freundinnen selbständig... so sind jedenfalls die groben Pläne :o)